Zur soeben erschienenen CD NOCTURNES
José Romanillos
I must confess that to listen to your CD was an enjoyable and delightful experience not only for the unknown and refreshing music but also for your elegant and sensitive playing. On listening to the sound I could perceive how you have used every nuance offered by the instrument which, in my opinion, indicates you have taken the time to get to know the implicit response of the instrument. Thank you for giving the instrument the opportunity of sounding at its best .Many congratulatións for such a splendid recording and for your presentation.
Our sincere thanks, Marian & José Romanillos
I have had the chance only to listen to Blackwattle Caprices and I was enchanted by your refined and highly poetic interpretation – quite unique amongst the others I have heard.(...) Many thanks, and congratulations once more on your beautiful guitar playing! I’m so pleased you chose to include my little pieces!
Dr. Robert Forster, Stadtbücherei Augsburg
(...) Nach diesem kontemplativen Höhepunkt folgt (ähnlich wie in Barcsays voriger CD) die Umkehr ins lebenspralle Diesseits mit einem folkloristisch inspirierten Werk: die jedem klassischen Gitarristen vertrauten fünf Préludes von Villa-Lobos am Schluß der CD illustrieren laut Komponist jeweils einen typischen brasilianischen Volkscharakter. Mit diesem gitarristisch brillanten Ausklang rundet sich ein weiterer thematischer Spannungsbogen ab; denn auch die eröffenden „Mysterious Habitats“, ein klanglich-rhythmisch packendes Meisterwerk von Dušan Bogdanović, sowie die teils verträumten, teils tänzerisch temperamentvollen (und spieltechnisch vertrackten!) Blackwattle Caprices des Australiers Ross Edwards sind hörbar geographisch-ethnisch bzw. lokal verortet. So überzeugend wie die farbenreiche Gesamtkonzeption, so bezwingend ist Stefan Barcsays auf einem wunderbaren Instrument dargebotene Interpretation. Sie kennt offensichtlich keine technischen Schwierigkeiten und nimmt vom ersten Ton an durch Brillanz und Präzision wie durch kultivierten Anschlag und lyrische Wärme gefangen.
Stefan Soewandi
zu Nocturnes:
Mir gefällt Ihre intensive und stimmungsvolle Spielweise sehr gut, besonders angesprochen haben mich die Nocturnes von Enjott Schneider, vor allem der letzte Satz.
Glückwunsch zu dem Ergebnis. Das Programm ist interessant, überzeugend dargeboten und der Klang gefällt mir sehr gut
Richard Heller
Die CD NOCTURNES zeigt Stefan Barcsay wieder einmal als tiefschürfend grüblerischen Musiker, der seinen Weg weit abseits der ausgetretenen Pfade üblicher Gitarristen-Literatur unbeirrt geht, ohne auf schnellen Erfolg und breite Bekanntheit zu schielen. Seine Neugier auf Unbekanntes und Unverbrauchtes lässt ihn für seine Konzerte wie CD-Einspielungen auch immer wieder „Nischenwerke“ wählen, die er sich ohne Referenzmöglichkeiten aneignet, und denen er mit ausdrucksstarker Musikalität gerecht wird.
Augsburger Allgemeine, Dezember 2011
Eine reizvolle CD für Liebhaber der klassischen Gitarre hat der Augsburger Stefan Barcsay jetzt vorgelegt. Mit ihrem Titel „Nocturnes“ greift sie die Komposition von Enjott Schneider auf, die der vor allem als Filmkomponist bekannte Künstler („Schlafes Bruder“) eigens Stefan Barcsay gewidmet hat. In dieser „Welt-Ersteinspielung“ versteht es Barcsay wunderbar, diese Komposition mit Leben zu erfüllen. (...) Diese unterschiedlichen Stimmungen spiegeln sich in Barcsays Gitarrenspiel wider, mal traumhaft- sinnlich, mal flüchtig, dann wiederum beständig mit einer weit ausschwingenden Melodie. (...) die fünf „Préludes“ von Villa-Lobos, die Stefan Barcsay in ihrer Vielfarbigkeit wunderschön durchdringt.
... erstklassig gespielt mit betörender Intimität und auf höchstem technischem wie klanglichem Niveau ... eine Musik zum Nachdenken und Innehalten (...) darf man in der CD NOCTURNES eine merkwürdige Erfahrung erleben: die Gewalt der Stille ist nicht weniger emotional als der Farbenreichtum des Sinfonieorchesters!
Zur CD SILENT MOUNTAIN
I must congratulate you on Silent Mountain! I think your performances are truly exquisite – such control – so very musical and so sensitively shaped - and yet such a big sound! I look forward very much to hearing Nocturnes and your performance of my pieces. I was unfamiliar with the music the music on Silent Mountain except, of course, the de Falla. I’ve heard other music of Leo Brouwer and I knew him many years ago in London. (Please say hello to him from me if you are in touch). His music is particularly striking – you must really enjoy playing it! – but my very favourite is the beautiful Une dia de noviembre – such a fitting way to end an excellent disc.
Stefan Soewandi
selten so eine gute Interpretation von Leo Brouwer "Dos Temas populares cubanos", Falla "Homenaja" und Sor "La Calma" gehört. Die Klarheit und der Tiefgang der musikalischen Betrachtungsweise und die sich daraus ergebende Interpretation finde ich äußerst bemerkenswert. Bei Leo Brouwer "Viaje a la Semilla" finde ich die Differenziertheit zwischen den kraftvollen und lyrischen Teilen sehr gelungen. Das Stück "Silent Mountain" ist einfach nur noch schön, sowohl von der Komposition, als auch von der Spielweise her. Die Programmzusammenstellung ist sehr bemerkenswert.
KONZERTKRITIKEN
neue musikzeitung 7/8-2011
Der Gitarrist Stefan Barcsay erinnert mit seinen Konzerten daran, dass Musik (und Musik erleben) auch einen symbolischen Mehrwert hat: Sie verweist auf etwas anderes ausßerhalb ihrer selbst. (...)
von Christian Nees
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Mittelschwäbische Nachrichten, 19.1.2012
Stefan Barcsay auf den Leib geschrieben scheinen die Nocturnes von Enjott Schneider, die er dem Dozenten der Berufsfachschule für Musik in Krumbach gewidmet hat. Phänomenal, wie Barcsay eine Art von Oberfläche herstellt, unter der die Kräfte des Traumes oder die des unbablässig auf den Stein Tropfenden ihr leise machtvolles Werk vollbringen.(...)
von Dr. Heinrich Lindenmayr
Der Teckbote, 28.3.2011
(...)Enjott Schneiders drei Nocturnes boten den Hörern im Dettinger Atelier Gelegenheit, sich mit seinem aktuellen kompositorischen Schaffen vertraut zu machen. Nur zwei Monate zuvor an der Regensburger Musikhochschule uraufgeführt, eröffnete Stefan Barcsay feinsinnig Zugänge zu einer Klangwelt, die sich dem Komponisten zufolge auch in der Tradition eines Frédéric Chopin verorten lässt. Mit seinen eigenen Nocturnes habe Chopin „ambivalent leuchtende Kleinode“ geschaffen, die „dem höchst Sublimen eben so nahe waren wie einem dämonischen Abgrund“, schreibt Schneider im Vorwort zur Notenausgabe.
In diesem Strom bewegen sich auch seine Nocturnes für Solo-Gitarre. Jedoch nicht als epigonale Geschöpfe oder als bloße Versammlung von Stilzitaten. Vielmehr ist es ihre innere Haltung, ihr introspektiver Gestus, aus denen ein eigenständiges Idiom erwächst, das Gegenwärtigkeit und Anbindung in der Tradition vereint. (...)
Florian Stegmaier
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Neue Musikzeitung | April 2010
"Intime Kammermusik, wunderbar entspannt interpretiert"
"Nachhaltigen Eindruck hinterlässt die Ersteinspielung von "Silent Mountain" des chinesischen Komponisten Qu Xiao Song - schlichte, konzentrierte Klangzeichen mit schlackenloser Schönheit zum Erklingen gebracht."
Max Nyffeler
Augsburger Allgemeine | 16. März .2010
Es entstand der Eindruck eines unendlich ruhig dahin fließenden Stromes: ein einnehmendes Hörerlebnis.
Neue Musikzeitung | September 2006
Barcsay hat für seine Interpretationen eine große Klangfarbenpalette zur Verfügung, er ist ein Meister der raffiniertesten Spieltechniken. Das erlaubt es ihm einerseits, meditatives "Schweigen" (bei "Ji" - die Stille von Xiao-Song) darzustellen und im nächsten Moment das Grollen und Donnern von Gewehrsalven (so im "Decameron Negro" von Brouwer).
Augsburger Allgemeine | 22. September 2005
Stefan Barcsay ist im Laufe der Jahre zu einem Gitarristen herangereift, der jene Einheit zwischen Interpret, Werk und Instrument zu schaffen weiß, aus der Musik erst ihre Authentizität gewinnt: Gekonnt seine Balance zwischen nobler Abgeklärtheit, musikalischem Feinsinn, zwischen technischem Niveau und künstlerischer Präsenz.
In den Mittelpunkt rückte dann Leo Brouwers »El Decameron negro«: Diese drei Balladen – inspirieren ließ sich der Kubaner von dem Ethnologen Leon Frobenius – führten zu einer afro-cubanischen Stilmischung voller Farbe, Emotion und Poesie. »Die Harfe des Kriegers« implizierte schon die Grundidee, dass sich der Soldat zum Musiker bekehrt, sich der Krieg zum Frieden wandelt. Subtil rief der Solist diese Harfentöne wach, ehe dann »Die Flucht der Liebenden durch das Tal der Echos« nach markantem Beginn ins gehetzt Atemlose changierte, sich die Echo-Effekte virtuos zu überschlagen schienen und in der Ferne verloren. Zärtlichkeit sprach aus der »Ballade vom liebeskranken Mädchen«, die aber über die Rondoform immer wieder rhythmischen Drive gewann. Assoziationen an Keith Jarretts Klavier-Recitals wurden wach.
Illertisser Zeitung | 25. September 2002
Stefan Barcsay begeisterte durch die Intensität und Ausdrucksfreudigkeit seines Spiels, was die überaus zahlreichen Zuhörer gebührend zu würdigen wussten.
Stefan Barcsay beherrscht sein Instrument souverän, setzt klanglich Akzente ohne jedoch der Versuchung der Extravaganz zu erliegen und sich durch übehöhte Tempi oder Effekthascherei in Szene zu setzen.
Straubinger Tagblatt | 20. März 2000
Mit dem vielfach tätigen Stefan Barcsay bekam man einen Gitarristen zu Gehör, den ich – trotz aller Vorsicht bei Vergleichen – als Dinu Lipatti der Gitarre bezeichnen möchte. Wie Barcsay spielte, erinnerte stark an die Aufnahmen des vor bald 50 Jahren jung verstorbenen Meisters subtiler Gestaltung. Schlichtheit im Ausdruck, Akkuratesse bei der Gestaltung des Tons, nahezu makellose Technik, stilsichere Musikalität und eine schier unendliche Palette der Klangschattierung konnte man bei Barcsay erleben. Er lässt der Musik ihren freien Atem. Er muss nicht Musik machen. Er muss nicht interpretieren. Die Musik ist in ihm und organisch entfaltet sie sich aus ihm heraus. Eine Flucht in laute und effekthaschende Vordergründigkeit hat er nicht nötig. Mit seinem konzentrierten Musizieren bringt er es fertig, dass 70 Minuten intensiv und ohne Husten, Räuspern oder Schneuzen gehört wird. Seine Darbietung von vier verschiedenen Komponisten hatte eine Sog-Wirkung in die Stille hinein, wie sie sich bei öffentlichen Darbietungen allzu selten ergibt. Man wurde in eine Welt der Zartheit, liebevoller Höflichkeit und des filigranen Sich-Verströmens hineingezogen, welche – grenzüberschreitend betrachtet – etwas apart Duftendes an sich hatte.
Gitarre und Laute | Juli 1997
, ... während der Choros No. 1, der zum Abschluß des Konzertes erklang, brasilianische Volksmusik pur ist. Gerade hier zeigte sich dann auch die gitarristische Meisterschaft von Stefan Barcsay, ein mitreißendes, ungemein musikalisches Spiel, gepaart mit famoser Instrumentenbeherrschung.